Tortenfiguren – das Highlight auf der Hochzeitstorte

Tortenfiguren sind nicht nur Dekoration sondern haben auch eine lange Tradition. Zur Hochzeit wurde erstmals 1859 eine dreistöckige Hochzeitstorte für Königin Victoria gebacken. Schnell fing man an diese mit einem Tortenaufsatz zu krönen. Heute gibt es unzählige Möglichkeiten für die Tortendekoration. Die eigene Hochzeitstorte ist so individuell wie Sie selbst und die passende Tortenfigur eine schöne Erinnerung an Ihre Hochzeit. Es gibt die unterschiedlichsten Figuren: klassisch mit Tüllbogen, modern und witzig wie ein Fußballerbrautpaar, themenbezogen oder stilisiert und bunt.

Geschichte der Hochzeitstorte

Schon im alten Rom wurde ein Mandelkuchen über dem Kopf einer frisch getrauten Braut zerkrümelt. Das sollte Glück und Gesundheit symbolisieren. Heute ist das natürlich kein gängiger Brauch mehr. Im Mittelalter kannte man die süße Versuchung bei einer Vermählung nicht. Erst im 19. Jahrhundert schaffte es die traditionelle Hochzeitstorte wieder auf die Bildfläche. Bekannt wurde sie 1859, als ein englischer Konditor eine dreistöckige Torte nach dem Vorbild einer Kirche für die Hochzeit der Tochter von Königin Viktoria backte. Die beiden oberen Teile waren ausschließlich aus Zuckerguss. So ist es in Großbritannien auch heute noch Brauch, die Torte mit einer harten Schicht aus Zuckerguss zu überziehen, das sogenannte „Royal Icing“.

Brauch und Tradition

Traditionell soll das Brautpaar die Torte gemeinsam anschneiden. Dafür eignet sich ein besonderes Tortenset mit Gravur, dass auch als Erinnerungsstück dient. Achtung: Wer beim Anschnitt die Hand oben hat, der hat auch in der Ehe die Oberhand!
Das erste Stück der Torte gehört dem Brauch nach dem Bräutigam. Erst dann darf sich die Braut ein Stück gönnen. Meist wird die erste Etage der Torte aufgehoben und eingefroren. Man sollte darauf achten, dass dieser Teil aus haltbaren Materialien oder hauptsächlich Dekoration besteht, die das Einfrieren überleben. Gegessen wird das Stück dann am ersten Hochzeitstag. Sollte die Braut gern selber backen, so bringt es jedoch Unglück die eigene Hochzeitstorte zu backen. Also Finger weg!
Der Konditor kann auch dem Brauch nach Kaffeebohnen in die Torte einbacken. Derjenige, der die geröstete Kaffeebohne findet, kann sich auf eine Verlobung freuen. Derjenige, der die ungeröstete Bohne erwischt, wird ledig bleiben.